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Fall Clearstream: Erneuter Freispruch für Dominique de Villepin

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Fall Clearstream: Erneuter Freispruch für Dominique de Villepin

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Dominique de Villepin bleibt ein unbescholtener Mann: In der französischen Clearstream-Affäre ist sein Freispruch bestätigt worden. Auch für die Richter im Berufungsprozess war klar, dass der frühere Regierungschef nicht an einer Verleumdungskampagne beteiligt war.

In dem Fall ging es um eine Liste mit Schwarzgeldkonten aus Rüstungsgeschäften. Auf der Liste stand auch Nicolas Sarkozy, heute Staatspräsident, damals schon Villepins politischer Rivale. Die Liste war aber gefälscht; Sarkozy verdächtigte unter anderem Villepin, er habe ihm damit schaden wollen. Villepin seinerseits sieht hinter dem Prozess gegen sich das gleiche Motiv.

Villepin wird nun wohl nächstes Jahr zur Präsidentenwahl antreten. Allerdings dräut schon wieder Ungemach: Seit dem Wochenende behauptet der Anwalt Robert Bourgi, er habe noch bis 2005 millionenschwere Geldkoffer von afrikanischen Machthabern unter anderem an Villepin übergeben, dazu ebenso an den damaligen Präsidenten Jacques Chirac, zum Beispiel für dessen Wahlkampf 2002. Beide wollen gegen diese Behauptung klagen.