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Italien kann sparen, Demonstranten attackieren Politiker

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Italien kann sparen, Demonstranten attackieren Politiker

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Die italienische Mitte-rechts-Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat eine Vertrauensabstimmung im Abgeordnetenhaus in Rom gewonnen, 316 Parlamentarier stimmten mit Ja, 302 mit Nein.  Damit ist der Weg zu dem vom Kabinett geplanten Sparpaket in Höhe von rund 54 Milliarden Euro frei. Bereits im Juli war ein Sparplan in Höhe von rund 48 Milliarden Euro beschlossen worden.
 
Regierungschef Berlusconi betonte, mit dem sogenannten “Blut- und Tränenplan” bis 2013 einen ausgeglichenen Haushalt erreichen zu wollen. Insgesamt werden nun rund 100 Milliarden Euro eingespart, durch einen Mix aus Steuererhöhungen aus Ausgabensenkungen.
 
Kritik kam von der Opposition. Aus der sozialdemokratischen Partei Partito Democratico hieß es, man sei komplett gegen dieses Sparpaket, denn die Regierung versuche damit, damit Geld von dort zu holen, wo keines sei. Ein Teil Italiens sei komplett geschützt, der andere leide und werde komplett überbelastet.
 
Vor dem Parlament machten viele Menschen ihrem Frust über die Sparmaßnahmen Luft, was besonders der frühere konservative Landwirtschaftsminister Andrea Ronchi abbekam, in Form eines Wassergusses ins Gesicht und wüster Beschimpfungen. Der Politiker, der von Berlusconis zur neuen, liberalkonservativen Partei von Gianfranco Fini gewechselt war, wurde von der Polizei forteskortiert.