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Kampf gegen Unsicherheiten in der Eurokrise

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Kampf gegen Unsicherheiten in der Eurokrise

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Auch außerhalb von Europa macht man sich inzwischen Sorgen darüber, wie es mit der europäischen Wirtschaft und vor allem mit den Finanzen und der gemeinsamen Währung weitergeht.

Dazu gehören auch ernste Ermahnungen, wie jetzt aus China. Alle Länder müssten Verantwortung übernehmen und ihre Dinge in Ordnung bringen, sagt der chinesische Regierungschef Wen Jiabao in Dalian, beim Ableger des Weltwirtschaftsforums, dem “Sommer-Davos”. Die großen Industrieländer bräuchten eine verantwortungsbewusste und wirksame Haushaltspolitik, so Wen weiter, um ihre Schuldenprobleme lösen zu können.

Die Lage in Griechenland spitzt sich erneut zu – und damit auch die Ungewissheit um den Euro. Zu dieser Ungewissheit hat zuletzt noch die Debatte im deutschen Regierungsbündnis beigetragen, bei der es um eine mögliche Staatspleite Griechenlands oder auch um ein Ausscheiden aus dem Euro ging.

Kanzlerin Angela Merkel bemüht sich jetzt, wieder einen klaren Kurs vorzugeben: Jeder solle seine Worte vorsichtig wählen, sagt sie nach den Äußerungen aus FDP und CSU in den letzten Tagen.

Die Unsicherheiten seien auch so schon groß genug.

Nur mit einem Schlagwort wie Eurobonds oder Insolvenz könne man die Schuldenkrise nicht lösen. Das gehe nur schrittweise und über lange Zeit.

Am Montag reisen wieder die Kontrolleure von EU, EZB und Weltwährungsfonds nach Athen, um die griechischen Fortschritte beim Schuldenabbau zu überprüfen. Schon bald muss über eine weitere Hilfszahlung für Griechenland entschieden werden.