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Lagarde: "Wir haben eine gefährliche Phase der Krise erreicht"

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Lagarde: "Wir haben eine gefährliche Phase der Krise erreicht"

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Der Internationale Währungsfonds hat eine düstere Einschätzung der Entwicklung der Weltwirtschaft gegeben. Die Europäische Schuldenkrise, geringes globales Wachstum und die prekäre Lage vieler Banken bedrohten die Wirtschaft, warnte Christine Lagarde, die geschäftsführende Direktorin des IMF. Diese pessimistische Beurteilung gab Lagarde in ihrer ersten bedeutenden Rede, seit sie die Führung des Fonds übernahm:

“Genau drei Jahre nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers ist die Weltwirtschaft in großen Schwierigkeiten. Die ökonomischen Turbulenzen gehen einher mit verlangsamter wirtschaftlicher Aktivität und zunehmender Gefahr einer Rezession. Wir haben eine gefährliche Phase der Krise erreicht. Die Schuldenkrise in der Eurozone hat sich verschlimmert, finanzielle Belastungen nehmen zu und ohne entschlossenes kollektives Handeln besteht das unmittelbare Risiko, dass die wichtigsten Volkswirtschaften zurückfallen statt sich vorwärts zu bewegen.”

Derweil kündigten führende Notenbanken an, dass sie unter Druck geratene Geschäftsbanken mit zusätzlicher Dollar-Liquidität versorgen werden. An der konzertierten Aktion beteiligen sich die Europäische Zentralbank sowie die Zentralbanken Großbritanniens, Japans und der Schweiz. Die Notenbanken bieten nun zusätzliche Refinanzierungsgeschäfte mit einer Laufzeit von drei Monaten an.