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London und Paris sichern neuem Libyen Hilfe zu

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London und Paris sichern neuem Libyen Hilfe zu

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Bei ihrem Besuch in Libyen haben der britische Premierminister David Cameron und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy am Donnerstag den neuen Machthabern ihre weitere Unterstüzung zugesichert. Die beiden sind die ersten westlichen Staats- und Regierungschefs, die nach dem Sturz Muammar al-Gaddafis Libyen besuchen. Frankreich und Großbritannien hatten den Sturz Gaddafis betrieben und die Militäroperation der NATO angeführt.

Sarkozy rief zum Aufbau eines Rechtsstaates auf. Der noch flüchtige bisherige Machthaber Muammar al-Gaddafi müsse verhaftet werden und sich ebenso wie dessen Umfeld vor einem internationalen Gericht rechtfertigen. Es dürfe keine privaten Abrechnungen geben. Frankreich und Europa stehe an der Seite der arabischen Völker, versicherte Sarkozy.

“Dies ist Ihre Revolution, nicht unsere!” stellte Premierminister Cameron fest und kündigte an, weitere rund 700 Millionen Euro eingefrorener libyscher Guthaben freizugeben. Außerdem werde man im Weltsicherheitsrat eine Resolution zur Aufhebung aller Sanktionen einbringen. Nach Camerons Ansicht muss der NATO-Einsatz in Libyen weitergehen. Solange Gaddafi auf freiem Fuß sei, könne er nicht beendet werden.

Cameron und Sarkozy wollen am Nachmittag in die Rebellen-Hochburg Bengasi weiterreisen. Dort soll eine große öffentliche Kundgebung stattfinden.