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Madrids Lehrer protestieren gegen Einsparungen

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Madrids Lehrer protestieren gegen Einsparungen

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Tausende von Lehrern haben in Madrid gegen geplante Einsparungen im Bildungsetat protestiert.

Für die nächste Woche haben sie einen zweitägigen Streik angekündigt. Die Lehrer befürchten einen massiven Stellenabbau an den 400 Schulen im Großraum Madrid.

Das Schulsystem unterliegt der Kontrolle der spanischen Regionalverwaltungen, deren Ausgaben für einen großen Teil des Defizits im Staatshaushalt verantwortlich sind. Doch für eine Grundschullehrerin, die an der Demonstration teilnahm, sind Kürzungen im Bildungsetat der falsche Weg: “Das Bildungssystem muss vor der Krise geschützt werden, denn von ihm hängt unsere Zukunft ab. Wenn wir aus dieser Krise herauskommen wollen, müssen wir in Bildung investieren.”

Lehrergewerkschaften fürchten besonders um die berufliche Zukunft von Aushilfslehrkräften. Sie wollen verhindern, dass Tausende von ihnen den Arbeitsplatz verlieren.

Spanien hat eine Arbeitslosenquote von fast 21 Prozent, die höchste innerhalb der Europäischen Union.