Eilmeldung

Eilmeldung

Merkel: "Eurobonds halte ich für absolut falsch"

Sie lesen gerade:

Merkel: "Eurobonds halte ich für absolut falsch"

Schriftgrösse Aa Aa

Ein großer Autofan ist Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel nicht, aber zum Auftakt der weltgrößten Automesse, der IAA in Frankfurt, zeigte sie manchmal sogar fast Begeisterung. Allerdings durfte sie nicht nur neueste Modelle ausprobieren, sie musste auch die Autobauer beruhigen. Denn trotz aktuell guter Zahlen, fürchten auch sie sich vor den Folgen der Eurokrise. Merkel versprach den versammelten Automanagern, die Währungsunion zu stabilisieren. Eurobonds allerdings lehne sie als Mittel dafür ab.

“Ich bin überzeugt, dass uns die eingeleiteten Maßnahmen Schritt für Schritt bei der Bewältigung der Krise helfen werden. Aber nur dann, wenn wir diese Schritte auch wirklich aufeinanderfolgend gehen und nicht nach der einen Lösung suchen, zum Beispiel nach dem Schlagwort Euro-Bonds. Das halte ich für absolut falsch.”

Die Autobauer profitierten vom Euro, so Merkel weiter. In Brüssel betonte unterdessen EU-Währungskommissar Olli Rehn die Entschlossenheit der Union, Griechenland aus dem Schuldensumpf zu ziehen.

“Griechenland wird auch künftig in der Eurozone bleiben. Griechenland muss aber die finanziellen Ziele erreichen und die strukturellen Reformen umsetzen, um Wachstum zu ermöglichen und die Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft zu erhöhen. Und es muss seine Partner überzeugen.”

Wenn das gelingt, kann neues Geld ausgezahlt werden, so Rehn. Zuvor erwarte er noch den Fortschrittsbericht der Troika aus EU, EZB und IWF zu Griechenland, dieser kann laut Rehn bis Ende September vorliegen. Experten der EU sind bereits wieder in Athen, um die Fortschritte zu untersuchen.