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Serbisch-kosovarischer Grenzstreit eskaliert

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Serbisch-kosovarischer Grenzstreit eskaliert

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Der Grenzstreit zwischen dem Kosovo und Serbien eskaliert. Die serbische Minderheit legte am Donnerstag den Verkehr in mehreren Städten mit Barrikaden lahmgelegt. Die Serben wollen verhindern, dass die Kosovo-Regierung zwei umstrittene Grenzübergänge übernimmt. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bekräftigte die Entschlossenheit des Bündnisses für Ruhe und Ordnung zu sorgen: “Wir werden nicht zulassen, dass Errungenschaften aufs Spiel gesetzt werden. Die Aufgabe von KFOR liegt darin, Sicherheit zu gewährleisten und das werden wir mit Entschlossenheit tuen”, erklärte Rasmussen bei einem Besuch in der kosovarischen Hauptstadt Prishtina.

Doch damit verliert die NATO in den Augen der Kosovo-Serben nur noch mehr Ansehen und Vertrauen: “Fakt ist, dass sie nicht mehr “statusneutral” ist. Und sie hält sich auch nicht mehr an die UN-Resolution 1244. Sie soll für die Sicherheit aller Bürger sorgen; und das macht sie schon seit 12 Jahren nicht”, beschwert sich Milan Ivanović, der Chef des Serbischen Nationalrates des Kosovo.

Der frühere serbische Außenminister Vuk Draskovic forderte die Regierung in Belgrad zu einer drastischen Wende in der Kosovo-Politik auf. Es sei unmöglich die Souveränität über das Kosovo zurückzuholen.