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Frankreich verbietet muslimische Straßengebete

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Frankreich verbietet muslimische Straßengebete

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Die französische Regierung will muslimische Gebete in den Straßen landesweit verbieten. Jetzt hat sie in Paris mit diesem Verbot angefangen. Die Behörden stellten den Muslimen statt dessen ein Gebäude auf einer ehemaligen Kaserne als Gebetsraum zur Verfügung. Dem waren lange Verhandlungen zwischen Politikern und Vertretern der Muslime vorangegangen.

Der Imam einer Pariser Moschee meinte, mit den Gebeten vor den Moscheen sei jetzt Schluss. Das habe man den Behörden zugesichert. Der Gebetsraum in der ex-Kaserne stehe allen Menschen gleich welcher Religion offen.

Gedacht ist das aber nur als Zwischenlösung, in Paris soll demnächst eine neue Groß-Moschee mit 4000 Quadratmetern entstehen. Bisher wichen die Gläubigen auf die Straße aus, weil die Moscheen schlicht zu klein waren.

In Frankreich leben europaweit die meisten Muslime, sie machen rund 10 Prozent der Bevölkerung aus. Die meisten von ihnen leben in den großen Städten wie Paris oder Marseille.

Auch hier haben die Behörden ein Gebäude als Behelfsmoschee zur Verfügung freigemacht, es ist allerdings in ziemlich schlechtem Zustand.

Frankreichs Innenminister Claude Gueant betonte, dass Gebete auf der Straße nicht mehr toleriert würden. Man werde gegen Verstöße vorgehen.