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Grenzstreit im Kosovo eskaliert

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Grenzstreit im Kosovo eskaliert

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Die EU-Rechtsstaatsmission EULEX hat die Kontrolle über die Grenzübergänge Jarinje und Brnjak im Nordkosovo übernommen.

Die Serben beanspruchen diese Grenzposten und das Einschreiten der Eulex sorgte für Zündstoff. Denn neben den Eulex-Beamten wurden auch kosovarische Zöllner und Polizisten per Hubschrauber an die umstrittenen Grenzübergänge gebracht.

Der Einsatz kosovarischer Beamten wird von Belgrad abgelehnt.

Die in der Region lebenden Serben protestierten, doch nach Angaben des Kosovo Regierungschefs Thaci verlief die Übergabe ohne Zwischenfälle.

Die EU begrüßte die EULEX-Aktion, denn so sei im Kosovo wieder ein einheitliches Zollgebiet hergestellt worden.

Der Kosovo kommt allerdings nicht zur Ruhe. In der zwischen Serben und Albanern geteilten Stadt Mitrovica blockieren Serben immer noch die Brücken des Flusses Ibar. Sie kündigten an, dass sie die Absperrung auch weiterhin verteidigen werden.

Mehrere Hundert Serben hatten gestern in der Stadt gegen die Aktionen der Kfor-Truppen und der Eulex demonstriert.