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Nasen vorn - Cameron und Sarkozy stehlen Erdoğan in Tripolis die Schau

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Nasen vorn - Cameron und Sarkozy stehlen Erdoğan in Tripolis die Schau

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Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan wollte der erste Staatsgast sein, der Libyens provisorische Führung in Tripolis umarmt – er kommt auf seiner Reise durch die Staaten des Arabischen Frühlings heute in der libyschen Hauptstadt an. Der britische Premier David Cameron und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy wurden tags zuvor überraschend in Tripolis und Bengasi gefeiert – da war Erdoğan gerade in Tunis.

Aber er kommt mit einer Botschaft.

İhsan Dağı, Gazi Universität Fakultät für Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften, Ankara:

“Für die arabischen Gesellschaften ist die Türkei ein Land, das es geschafft hat, Islam und Demokratie zusammenzubringen, Islam und Marktwirtschaft, Islam und Entwicklung. Das bringt das Image der Türkei nach vorne. Und die Popularität von Regierungschef Erdoğan. Die Israel-Politik erklärt diese Beliebtheit nicht.”

Auch ein Muslim könne erfolgreich einen Staat führen, hatte Erdoğan in Kairo und Tunis herausgestellt, auch einen laizistischen Staat – wie die Türkei.

Eine Art Reform-Islam findet in der Türkei mehr und mehr Zulauf, ist andererseits wegen Verdachts auf Unterwanderung des Staates umstritten. Diese sogenannten “islamischen Calvinisten” scharen sich um einen Geistlichen namens Fetullah Gülen, der seit einer drohenden Festnahme in Amerika lebt.

Sie können vor allem mit der türkischen Wirtschaft hochzufrieden sein. Sie lässt in den vergangenen Monaten mit der nahezu fünffachen Wachstumsrate die EU alt aussehen. (8,9 Prozent Wachstum bzw. 1,8 Prozent).

mit Reuters, worldbulletin, Hürriyet Daily News