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Unter US-Aufsicht: Euro-Krisentreffen

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Unter US-Aufsicht: Euro-Krisentreffen

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Im Schatten der Eurokrise kommen die  Finanzminister der EU-Staaten im polnischen Breslau zu Beratungen zusammen.
 
Die Gemeinschaftswährung für mehr als 300 Millionen Europäer kommt durch den Druck der Finanzmärkte, der Ratingagenturen und vor allem durch die Uneinigkeit der Politiker zusehends unter Druck.
 
Der französische Finanzminister Francois Baroin sieht aber vor allem Griechenland in der Pflicht:“Griechenland weiß, was es zu tun hat. Die Troika vor Ort berät sich direkt mit der Regierung. Angela Merkel und Nicolas Sarkozy haben die griechische Regierung ebenfalls ermahnt, die Reformen durchzuhalten und sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein.“  
 
Mit am Tisch in Breslau auch US-Finanzminister Timothy Geithner. Er soll symbolisch den Druck der USA auf die Europäer erhöhen. 
 
Der deutsche Chef der EU-“Taskforce” in Athen, Horst Reichenbach: “Ich hab einen enormen politischen Willen im Land gesehen und seit gestern ist auch auf europäischer Ebene wieder klar: wir wollen Griechenland in der EU halten.“  
  
Seine 30-köpfige Expertengruppe werde die Griechen vor allem beraten, wie man die Steuerhinterziehung bekämpft, das Budget kürzt und den Staat transparenter macht. Auch Reformen für das defizitäre Gesundheitssystem des Landes müssten angeschoben werden, so Reichenbach.
 
Der Leiter des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Henning Klodt äußerte sich unterdessen skeptisch, was die Zukunft des Euro anbetrifft. Seine Hoffnung, dass die Politik die Währungsunion retten könne, sei nicht groß, so Klodt.