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Weiter Spannungen an der Kosovo-Grenze

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Weiter Spannungen an der Kosovo-Grenze

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Der Grenzstreit im Nordkosovo verhärtet sich. Serbien hält den Importstopp für Waren aus dem Kosovo aufrecht, obwohl das Kosovo seine Beschränkungen für serbische Waren aufgehoben hat.

Entzündet hatte sich der Konflikt nachdem die Kosovo-Regierung im Juli einen Importstopp für Waren aus Serbien verhängt hatte.

Belgrad will die Unabhängigkeit seiner früheren Provinz nicht anerkennen und sperrt sich aus diesem Grund gegen kosovarische Zöllner an den Grenzposten Jarinje und Brnjak.

Der serbische Verhandlungsführer, Borislav Stefanovic, erklärte: “Es ist nur ein Ausweg möglich, wenn wir uns zusammensetzen. Wir haben Vorschläge darüber, wie die beiden Grenzposten aussehen und wer dort arbeiten sollte. Diese Vorschläge sehen nicht den Einsatz von kosovarischen Zollbeamten vor. Doch sie erklären, wie die Grenzposten geführt und der Gewinn verteilt werden könnte.”

In der geteilten Stadt Mitrovica kam es in der vergangenen Nacht zu Zusammenstößen zwischen Kosovo-Serben und Albanern. Augenzeugen zufolge bewarfen sich jugendliche Banden mit Steinen.

Die Nato hat angekündigt, dass sie demnächst die von den Kosovo-Serben errichteten Barrikaden auf der Brücke entfernen will.