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Erneut blutige Kämpfe in Sanaa

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Erneut blutige Kämpfe in Sanaa

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Nach der Gewalt am Sonntag im Jemen geht das
Blutvergießen in der Hauptstadt Sanaa weiter. Die Republikanische Garde schoss dort erneut auf Demonstranten. Nach ersten Informationen aus Sanaa starben in den vergangenen zwei Tagen 46 Menschen, zahlreiche weitere wurden verletzt.
 
Die Protestbewegung hatte am Sonntag erneut eine Demonstration in Sanaa organisiert, bei der Zehntausende den Rücktritt des jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh forderten.
Die zunächst friedlichen Demonstranten wehrten sich dann jedoch mit Waffen gegen die Soldaten der Garde.
 
Der seit 1978 regierende Saleh lässt sich seit einem Bombenanschlag im Juni, bei dem er schwer verletzt wurde, in Saudi-Arabien behandeln.
 
Seit Mai weigert sich der 69-Jährige
beharrlich, einen Plan der Golfstaaten für eine geordnete Übergabe der Macht zu akzeptieren. Die Protestbewegung, die ihre Demonstrationen im Februar begonnen hatte, fordert kategorisch seinen Rücktritt. Außerdem will sie Saleh und mehrere hochrangige Funktionäre vor Gericht stellen.