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Gewalt gegen Kundgebung in Jemen

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Gewalt gegen Kundgebung in Jemen

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In Jemen ist erneut die Gewalt ausgebrochen. Sicherheitskräfte richteten nach Angaben der Opposition ein Blutbad unter Demonstranten an; weit über zwanzig Menschen seien im Kugelhagel ums Leben gekommen. In der Hauptstadt Sanaa hatten Zehntausende gegen Langzeitpräsident Ali Abdullah Salih demonstriert und seinen Rücktritt gefordert.

Das sei seit Ausbruch des Aufstandes das 26. Massaker durch das Regime, sagt einer der Demonstranten. Die Sicherheitskräfte seien gegen den friedlichen Marsch vorgegangen; die Demonstranten hätten keine Waffen gehabt. Die Sicherheitskräfte hätten mit schweren Maschinengewehren das Feuer eröffnet, und sie hätten weltweit geächtetes Gas eingesetzt.

Der Staatschef regiert seit über dreißig Jahren. Alle Versuche, ihn zum Abtritt zu bewegen, sind bisher gescheitert. Im Juni wurde er bei einem Anschlag schwer verwundet und ist seitdem in Saudi-Arabien – übt aber weiter seine Macht aus.