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Sorgen um Griechenland schicken Europas Börsen auf Talfahrt

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Sorgen um Griechenland schicken Europas Börsen auf Talfahrt

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Die kurze Erholung der Vorwoche ist schon wieder Geschichte: An den europäischen Börsen dominierten zum Auftakt der Handelswoche die Sorgen um Griechenland und das tat den Kursen nicht gut. Der Dax in Frankfurt setzte sich in der Verlustzone fest und schloss mit minus 2,4 Prozent, der SMI in Zürich beendete den Tag mit minus 1,5 Prozent. Analysten wie Oliver Roth von Close Brothers Seydler sind weiterhin besorgt. “Es ist wichtig für die Börsen, Stabilität und Sicherheit zu erhalten”, sagte Roth. “Diese Sicherheit ist aufgrund der schwierigen Lage in Griechenland derzeit nicht gegeben. Und deswegen gibt es derzeit wieder Druck an den Börsen, nachdem wir ja letzte Woche eine Erholung hatten, aber die war eher technischer Natur.”

Nervosität herrschte auch in Athen, wo die Regierung ihre Sparmaßnahmen offenbar schneller umsetzen muss als geplant, will sie die nächste Kredittranche erhalten und einen Staatspleite vermeiden. Dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos läuft die Zeit davon. “Dies ist eine sehr schwierige Woche”, bekannte er, “für das Land, für die Eurozone, für uns alle und besonders für mich persönlich. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass das Problem Europas ein politisches und institutionelles ist.”

Griechenland ist jedenfalls zu weiteren harten Einschnitten bereit, um den Bankrott zu vermeiden. So könnten etwa unrentable Unternehmen bis Jahresende geschlossen werden. Aus dem IWF hieß es bereits, Griechenland müsse zusätzliche Schritte einleiten, um sein Defizit auf ein nachhaltiges Niveau zu senken.