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Strauss-Kahn präsentiert sich im Fernsehen als Opfer

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Strauss-Kahn präsentiert sich im Fernsehen als Opfer

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Von Lügnerinnen umringt, vielleicht sogar durch eine Verschwörung zu Fall gebracht: Dominique Strauss-Kahn sieht sich in der Affäre um angebliche Vergewaltigungsversuche vor allem als Opfer.

Zumindest sein Parteifreund Jack Lang nimmt ihm das ab: “Ich finde, dass er die Antworten lieferte, die wir erwarteten. Was im Sofitel vorgefallen ist, warum er angeklagt war und warum die Anklage fallen gelassen wurde.”

Dieser Ansicht sind jedoch nicht viele. Der Generalsekretär der Regierungspartei UMP, Jean-François Copé, meint: “Diese Sendung hätten sie sich sparen können. Es war nur noch lächerlich.”

In Sarcelles, einem Vorort von Paris, war Strauss-Kahn in den Neunziger Jahren Bürgermeister. Auch hier teilen sich die Meinungen. Ein Mann auf dem Marktplatz in Sarcelles erklärt: “Ich fand ihn nicht offen, es wirkte auswendig gelernt und heuchlerisch.” Aber eine Frau sagt: “Er hat einen Fehler zugegeben , mehr kann man nicht verlangen.”

Eine Zivilklage gegen Strauss-Kahn wegen versuchter Vergewaltigung bleibt in New York bestehen. Auch die Vorwürfe, er habe in Frankreich eine Journalistin angefallen, werden von der Justiz verfolgt.