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EU legt Ressourcen-Roadmap vor

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EU legt Ressourcen-Roadmap vor

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2050 wird die Weltbevölkerung voraussichtlich 50 Milliarden Menschen betragen. Setzt man diese Zahl mit der derzeitigen Ausbeutung der natürlichen Ressourcen in ein Verhältnis, würde das bedeuten, dass 2050 zweieinhalb Planeten Erde notwendig sind. Wachstum und Nachhaltigkeit spielen in einer entsprechenden Roadmap der EU-Kommission daher eine große Rolle. “An Wissen darüber fehlt es nicht, doch es wird nicht angewandt”, meint EU-Umwelt-Kommissar Janez Potocnik. “Auch gibt es zahlreiche Untersuchungen, doch wir wissen wenig darüber, wie die Ressourcen genutzt werden.” Weil Europa der weltweit größte Importeur von Rohstoffen ist, gilt dem Recycling ein besonderes Augenmerk. Führend bei der Wiederverwertung von Batterien und anderen Materialen ist das belgische Unternehmen Umicore. Es beschäftigt mehr als 14.000 Menschen. “Wir sprechen von einem riesigen Bergwerk, von Stadtschürfung. Eine große Stadt ist eine Rohstoffmine, denkt man nur an den Elektronik-Schrott. In zahllosen Gegenständen sind beispielsweise Metalle enthalten. Die Ressourcen-Roadmap sollte stärker berücksichtigen, wie man besser als bisher Stadtschürfung betreiben kann”, meint Tim Weekes, Pressesprecher des Unternehmens. Auch um ein verändertes Konsumverhalten geht es in dem Fahrplan der Kommission. Umweltschützer aber fordern eine Steuerreform. “Die Kommission sollte klarstellen, wie beispielsweise mit umweltschädigenden Stoffen zu verfahren ist, wie bei Steuereinnahmen Ressourcen und Umwelt stärker berücksichtigt werden und was getan werden muss, damit eine Gesellschaft zu null Rückständen tendiert”, betont Pieter Depous vom Europäischen Umweltbüro. Eine neue Diskussionsplattform soll Fachleuten, Regierungsmitgliedern und Bürgervertretern die Möglichkeit geben, Vorschläge und Ideen zu äußern.