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Griechenland hoft auf schnelle Einigung mit Geldgebern

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Griechenland hoft auf schnelle Einigung mit Geldgebern

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Griechenland hofft darauf, dass es sich schon heute mit seinen Geldgebern einigen kann. Der Finanzminister hielt eine Telefonkonferenz ab mit EU, Europäischer Zentralbank und Weltwährungsfonds: Man sei sich näher gekommen, hieß es danach von Teilnehmern; es gehe noch um weitere Details. Heute abend soll es ein weiteres Gespräch geben.

Die europäischen Partner hätten klar gesagt, meint unabhängig davon Bob Traa, der zuständige Vertreter des Währungsfonds, dass sie so lange wie nötig helfen würden – wenn Griechenland vernünftige Maßnahmen treffe. Der Ball sei damit im Feld der Griechen: Jetzt komme alles auf die Umsetzung an.

Noch mehr wird gespart, Steuerhinterziehung soll penibel erfasst werden, eine neue Immobiliensteuer soll außerdem mehr Geld bringen. “Wir machen uns Sorgen”, meint ein Grieche. “Wir sind erschöpft, manche können nicht schlafen, das nimmt uns alles sehr mit.” – “Ich sehe keine Zukunft”, sagt ein anderer. “Die Armen sind noch ärmer geworden, die Reichen reicher, und keiner weiß, wie für die neue Generation die Zukunft aussieht.”

Die Geldgeber müssen zuerst zufrieden sein mit Griechenlands Fortschritten bei der Haushaltssanierung: Erst dann gibt es nächsten Monat die nächsten acht Milliarden Euro aus dem laufenden Hilfspaket. Fließen die Milliarden nicht, droht Griechenland nach eigenen Angaben im Oktober die Zahlungsunfähigkeit.

Die Delegation der drei Institutionen hatte die Regierung Anfang September aufgefordert, noch mehr für die Sanierung der Staatsfinanzen zu tun. Darauf reiste sie überraschend ohne ein positives Votum aus Athen ab. Die Hängepartie belastete am Montag auch wieder den Euro und die Aktienmärkte.