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Qualandia: Drei Generationen, ein Traum

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Qualandia: Drei Generationen, ein Traum

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Qualandia ist eines der ältesten palästinensischen Flüchtlingslager. Es liegt rund 11 Kilometer nördlich von Jerusalem. Im Laufe der Zeit ist aus einer Ansammlung an Zelten eine Ansammlung an Häusern aus Stein und schließlich ein Dorf geworden.

Drei Generationen an Flüchtlingen leben hier Seite an Seite. Viele haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben und träumen von einer Rückkehr: “Ich wurde 1948 vertrieben, aber ich will meine Rechte wieder erlangen. Wir wollen einen Staat, einen Staat in dem wir frei leben können, nicht einen Staat unter Besatzung.”

Die zweite Generation, die Generation der Intifada ist des Konfliktes müde und träumen von Frieden und Arbeit. Sie hofft, dass sich ihre Situation durch den Antrag bei der UNO verbessert: “Der Antrag auf die Anerkennung eines Staates Palästina ist sehr wichtig und wäre sehr gut für das palästinensische Volk. Wir unterstützen den arabischen Frühling, weil es ein erster Schritt in Richtung Demokratie ist.”

Die dritte Generation ist nach der zweiten Intifada geboren. Diese Kinder sind mit den Geschichten ihrer Eltern und ihrer Großeltern aufgewachsen. Mit Politik kennen sie sich bereits aus: “Unser Staat soll von den USA anerkannt werden. Denn Palästina soll nicht mehr besetzt, sondern unabhängig sein.”

Unser Reporter Riad Muasses sagt: “Durch das Flüchtlingslager verläuft heute die Mauer, in ihrem Schatten leben drei Generationen. Sie haben unterscheidliche Vorstellungen davon, wie der Staat Palästina aussehen soll, doch in einem Punkt sind sie sich einig. Es soll ein demokratischer Staat sein, ein Kind des arabischen Frühlings.”