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Südtiroler Schützenbund: "Italien ist am Ende"

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Südtiroler Schützenbund: "Italien ist am Ende"

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Für die linksliberale römische Tageszeitung “La Repubblica” ist die Herabstufung Italiens der Preis, den Italien für Berlusconi zahlen müsse. Jeder Tag, den der Regierungschef länger auf seinem Posten ausharre, koste das Land international weiter Glaubwürdigkeit.

Eine Einschätzung, die der Volksmund auf den Straßen der Hauptstadt nur zu gerne teilt: “Wir haben genug von Berlusconis Witzen und den anderen Politikern. Sie sollten alle nach Hause gehen, alle Politiker!” schimpft Romana Tinto.

“Nun, es zeigt, dass in Italien momentan ziemliche Unsicherheit herrscht!” meint dagegen Danielo Fazi.

“Ich weiß nicht, wir teilen alle die gleiche schlechte Meinung. Das Bild, dass wir der Welt bieten ist schrecklich. Aber selbst das Bild, das wir uns bieten ist schrecklich”, findet Marcella Paolini.

Zwar hat Berlusconi seine Sparpakete durchs Parlament gepaukt, aber sowohl Arbeitgeber als auch Gewerkschaften sind enttäuscht, die Koalitionspartner zerstritten und die Opposition lehnt die Sparmaßnahmen als unsozial ab.

Und in Südtirol schürt die Heranstufung separatistische Strömungen. Der Südtiroler Schützenbund bezeichnete die Herabstufung Italiens als “schwarzen Tag für Südtirol”. Italien sei am Ende, die Luft sei raus. Südtirol brauche eine passende Zukunftsvision.