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Verdächtige nach Explosion in Ankara festgenommen

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Verdächtige nach Explosion in Ankara festgenommen

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Die Regierung in der Türkei hat Terroristen für die tödliche Explosion verantwortlich gemacht. Bei der Detontation handele es sich sehr wahrscheinlich um einen Anschlag, hieß es. Die Polizei nahm drei Verdächtige fest.

Mehr als dreißig Menschen wurden verletzt, fünf von ihnen schwer und drei weitere getötet, als am Mittag eine Bombe im belebten Kizilay-Viertel hochging. In der Nähe befindet sich der Amtssitz des Ministerpräsidenten.

Ein Augenzeuge erlebte die Explosion aus nächster Nähe. Wegen der Stärke der Detonation habe er buchstäblich geschwankt. Sein Büro, sowie die gesamte Häuserfassade mit den Fensterscheiben seien zerstört. Überall hätten Verwundete auf dem Boden gelegen, Menschen hätten gebrannt.

Die Türkei war in der Vergangenheit wiederholt das Ziel von Anschlägen rechts- oder linksextremer Gruppierungen. Fèr die Regierung besteht kaum ein Zweifel an einem kriminellen Hintergrund. Da dem Innenminister zu Folge als Tatort eine belebte Straße mit vielen Passanten und parkenden Autos gewählt wurde, wollten die Attentäter so viele Menschen wie möglich töten.

Wer hinter dem Anschlag steckt, blieb zunächst unklar. Die mutmaßliche Autobombe löste bei ihrer Explosion eine Kettenreaktion aus, bei der weitere Autos in Flammen aufgingen. Die Polizei sperrte den Tatort großräumig ab, um nach weiteren möglichen Bomben zu suchen.