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"Araber wollen keinen Frieden", sagen die Siedler

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"Araber wollen keinen Frieden", sagen die Siedler

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Die Siedlung heisst Bet El, wie das biblische “Haus Gottes”, von dem es in Genesis 28 steht, hier habe Jakob im Traum die Himmelsleiter gesehen.

Der Ort liegt zwischen Nablus und Ramallah.

Es ist eine der 130 jüdischen Siedlungen im Westjordanland. Gegründet 1977. Heute leben hier rund 6000 Siedler.

Esther lebt seit 5 Jahren in einem der Fertigteilhäuser, weil ein richtiges Haus für die Familie, die bald ihr 3. Kind erwartet, zu teuer wäre.

Ihre Sicht auf die Politik klingt so:

“Wir kennen die Pläne der Araber. Wir wissen, das es nicht Frieden ist sondern das Gegenteil. Wenn sie Frieden wollten, könnten wir Frieden haben. Warum sollte ich für Frieden mein Haus hergeben?

Es ist unsere Heimat und ich will hier meine Kinder aufziehen.”

Bürgermeister Moshe Rosenbaum kann zumindest den Wunsch der Palästinenser nach einem eigenen Staat verstehen. Er nennt den Palästinenserpräsidenten bei seinem Kampfnamen Abu Masen, wenn er sagt, dass er ihn verstehe.

Folgert dann aber:

“Für uns ist das schlecht – und letztlich auch für die Palästinenser, weil wir niemals einen Palästinenserstaat hier akzeptieren werden.

Denn dies ist unsere Heimat. Hier ist kein Platz für einen anderen Staat. Und wenn es hier einen Palästinenserstaat gäbe, dann gäbe es auch ständig Krieg. Das sieht man doch im Gazastreifen.”

Rabbi Schlomo Aviner ist Leutnant der Reserve.

Auf die Frage, ob beide Völker hier als Brüder leben könnten, antwortet er:

“Ohne Probleme, man kann brüderlich leben.

Wir haben immer wieder unsere Bruderhand ausgestreckt. Es sind die arabischen Länder, die uns mehrfach angegriffen haben. Wir haben sie nicht angegriffen. Wenn wir morgen unsere Armee auflösen würden, wäre der jüdische Staat einen halben Tag später zerstört.”

Für die Jüngeren, die schon hier im Dorf mit dem biblischen Namen “Haus Gottes” geboren sind, ist es unvorstellbar, den Ort einmal ausfzugeben.

Der 20jährige Ayal Dan sagt:

“ Ich würde mich sehr schlecht fühlen. Ich bin hier aufgewachsen. Es ist schön hier. Eben komme ich von der Amaya-Quelle, die hat schön sauberes Wasser. Es wäre schlimm für mich, von zu Hause weggejagt zu werden. Aber das wird nicht geschehen.”

Bet El, das ist der biblische Ort, an dem Jakob im Traum die Himmelsleiter sah und droben seinen Gott, der ihm und den Seinen das Land versprach. Auf diese Bibelstelle berufen sich die Bewohner, die ihr Dorf 1977 gründeten.