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Athen: Bereit zum Sparen, Kürzen, Entlassen...

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Athen: Bereit zum Sparen, Kürzen, Entlassen...

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In Griechenland zeigt sich die Regierung zu allem bereit, was die Pleite des Landes noch verhindern könnte. Angesichts der drohenden Zahlungsunfähigkeit hatte Finanzminister Evangelos Venizelos am Dienstagabend per Telefon endlich eine Vereinbarung mit der “Troika” getroffen, den drei internationalen Geldgebern EU, EZB und IWF.

Ergebnis: Die “Troika” will in der nächsten Woche zurückkehren. Damit besteht wieder Hoffnung auf die nächste Hilfszahlung.

Athen sei zu einschneidenen Reformen bereit, so Venizelos. Das Land könne nicht weitermachen ohne diese Reformen, die zu lange hinausgeschoben worden seien.

Das ist heute die griechische Realität: Die Wirtschaft schrumpft um fünf Prozent, die Arbeitslosenquote liegt bei 16einhalb Prozent, und die Staatsschulden betragen knapp 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Angesichts dieser Zahlen zwingen die internationalen Geldgeber Athen zum Handeln. Das heißt: Massenentlassungen im öffentlichen Dienst, Kürzungen bei Rentnern, Arbeitslosen und jungen Menschen.

Auch der Kampf gegen die weit verbreitete Steuerhinterziehung, bislang ein einziges Versagen der Regierung, soll endlich angegangen werden.

Und zwar “mit der Brechstange”, wie es aus dem Finanzministerium heißt.

Es wird also ungemütlich in Griechenland. Viele Menschen sehen daher nur zwei Wege: auswandern oder Lotto spielen.