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Am 22. September 1984 stehen der französische Präsident François Mitterrand und der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl Hand in Hand in Verdun, um der im Ersten Weltkrieg gefallenen französischen und deutschen Soldaten zu gedenken. Sehr zum Ärger von Helmut Kohl waren keine Deutschen zur 40-Jahr-Feier des D-Day, der Schlacht der Alliierten in der Normandie wenige Monate zuvor – im Juni 1984 – eingeladen worden. Nun erinnern sich die so verschiedenen Politiker gemeinsam: Mitterrand, der im Zweiten Weltkrieg verletzt wurde, und Kohl, dessen Vater im Ersten Weltkrieg gekämpft hatte. Der deutsche TV-Moderator Ulrich Wickert meinte, ihre Gefühle hätten die beiden übermannt. In der Schlacht von Verdun wurden mehr als 700.000 Soldaten getötet. Jahre später Helmut Kohl schrieb in seinen “Erinnerungen”: “Ohne dass es geplant war, ergriff François Mitterrand meine Hand, und wir verharrten beide lange Hand in Hand”. Die Geste von Mitterrand und Kohl gilt als eines der Symbole für die europäische Integration, für die deutsch-französische Freundschaft und damit für die Versöhnung von zwei Völkern, die sich einst als Erbfeinde bekämpften.

Auch an einem 22. September: US Präsident Lincoln verkündet das Ende der Sklaverei (1862), Börsen von Paris, Brüssel und Amsterdam bilden zusammen Euronext (2000), Gerhard Schröders SPD gewinnt die Bundestagswahlen (2002)

Am 22. September geboren: Rosamunde Pilcher (1924), Leonard Cohen (1934), Andrea Bocelli (1958), Märtha Louise von Norwegen (1971), Ronaldo (1976)

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