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Libyen: Rebellen erobern weitere Gaddafi-Hochburg

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Libyen: Rebellen erobern weitere Gaddafi-Hochburg

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In Libyen dauert der Kampf um Sirte, die Heimatstadt des gestürzten Machthabers Muammar al-Gaddafi, an. Die NATO, die ihr Mandat für den Libyen-Einsatz um drei Monate bis Jahresende verlängerte, flog Luftangriffe gegen die Stadt, während die Rebellen Sirte mit schwerer Artillerie angriffen. Offenbar konnten sie zuvor die Oase Sebha einnehmen, damit würden die Gaddafi-Getreuen nur mehr Sirte und die Wüstenstadt Bani Walid kontrollieren.

In der Hauptstadt Tripolis geht unterdessen die Suche nach Anhängern des gestürzten Machthabers weiter. In der Nacht durchsuchten Soldaten das Haus von Gaddafis Militärberater, Amar Ahmad Moussa. Unbestätigten Meldungen zufolge kam es im Zentrum von Tripolis wieder zu Schusswechseln zwischen den Truppen des Nationalen Übergangsrats und Gaddafi-Unterstützern. Vier Schützen seien gefangen genommen worden, hieß es.

International macht der Nationale Übergangsrat Fortschritte: Seit Dienstag weht vor dem UN-Gebäude in New York die alte libysche Flagge, die Gaddafi abgeschafft hatte. Westliche Politiker lobten die Aufständischen und auch die Afrikanische Union hat nach langem Zögern die neue Führung in Tripolis anerkannt.