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Sambia wählt neues Parlament und Präsidenten

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Sambia wählt neues Parlament und Präsidenten

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Im südostafrikanischen Sambia haben die Bürger ihr Parlament und ihren Präsidenten gewählt. Ergebnisse sind noch nicht bekannt. Die Wahlbeobachter der EU sprechen von korrekten und friedlichen Wahlen, auch wenn es in der Hauptstadt Lusaka zu vereinzelten Unruhen kam.

Dabei griffen in den Armenvierteln Lilanda and Kanyama Anhänger von Oppositionsführer Michael Sata Vertreter der Wahlkommission an. Sie beschuldigten sie, sie planten mit vorab ausgefüllten Wahlzetteln einen Wahlbetrug.

Vor anderen Wahllokalen protestierten Wähler mit Steinwürfen auf Sicherheitskräfte gegen die verspätete Öffnung der Wahllokale. Die Polizei ging mit Schlagstöcken und Tränengas vor.

Der Kampf um das Präsidentenamt wird sich trotz der zehn Bewerber wohl zwischen Amtsinhaber Rupiah Banda und Sata entscheiden. Aufgeheizt wurde die Stimmung vor allem von Sata und seinen Anhängern, die Banda schon seit Wochen des Wahlbetrugs bezichtigen.

Sata, der den Spitznamen “König Cobra” trägt, fordert ein Ende der wuchernden Korruption sowie mehr Unabhängigkeit von China. Er beschuldigt Banda, Sambia “verkauft zu haben”. China ist in dem rohstoffreichen Land stark engagiert. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt aber trotz hoher Wachstumsraten der Wirtschaft nach wie vor in bitterer Armut.