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USA: Todeskandidat Troy Davis fordert Lügendetektortest

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USA: Todeskandidat Troy Davis fordert Lügendetektortest

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Kurz vor der Hinrichtung des US-Amerikaners Troy Davis machen seine Unterstützer noch einmal mobil. In Atlanta nahmen rund 2000 Menschen an einer Mahnwache für den Todeskandidaten teil. Prominente Persönlichkeiten wie Papst Benedikt XVI oder Jimmy Carter sprachen sich für Davis’ Begnadigung aus, auch das EU-Parlament und der Europarat appellierten an die USA, die Hinrichtung auszusetzen.

Seit 20 Jahren sitzt der heute 42-jährige Troy Davis in der Todeszelle, seine Exekution war bereits mehrmals verschoben worden. Nun lehnte ein Justizausschuss Davis’ Gnadengesuch ab. Davis selbst beteuerte immer wieder seine Unschuld. Er soll 1991 einen weißen Polizisten erschossen haben, aber an seiner Schuld bestehen ernsthafte Zweifel. Mehrere Zeugen änderten später ihre Aussagen, auch fehlen sowohl die Tatwaffe als auch belastende DNA-Spuren oder Fingerabdrücke. Davis’ Unterstützer fordern, Davis einem Lügendetektortest zu unterziehen, um seine Hinrichtung in letzter Minute doch noch zu verhindern.