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Weitere Sparmaßnahmen in Athen erwartet

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Weitere Sparmaßnahmen in Athen erwartet

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Die Griechen müssen sich auf weitere drastische Kürzungen gefasst machen. Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat für Mittwochnachmittag eine Sondersitzung des Kabinetts in Athen einberufen. Nach Medienberichten sollen dabei – wie es hieß – “noch nie dagewesene” Sparmaßnahmen beschlossen werden.

Finanzminister Evangelos Venizelos warnte am

Vormittag im Parlament eindringlich vor einem Zusammenbruch des Landes. Die Gefahr sei groß, dass die Ökonomie des Landes aufhöre zu existieren, deshalb seien noch härtere Sparanstrengungen nötig. Opfer bringen müssten

auch Rentner, Arbeitslose und junge Leute. Das sei das Drama des Landes. Details nannte Venizelos zunächst aber nicht. Auch an diesem Mittwoch protestierten wieder zahlreiche Griechen gegen die Sparmaßnahmen. Die Gewerkschaften rechnen mit Zehntausenden Entlassungen im staatlichen Bereich, Kürzungen von Renten und Gehältern von Beamten und neuen indirekten Steuern für Tabak und Spirituosen. Erwartet wird auch, dass das Heizen teurer wird, weil der Preis von Heizöl an den für Diesel angeglichen werden könnte. Außerdem soll eine neue Immobilien-Sondersteuer erhoben werden. Anfang kommender Woche wollen die Kontrolleure der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds sich in Athen ein Bild über mögliche weitere Finanzhilfen machen.