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Wieder blutige Zusammenstöße im Jemen

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Wieder blutige Zusammenstöße im Jemen

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Die Waffenruhe in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa hat nicht lang gehalten: Schon nach wenigen Stunden waren in den Straßen wieder Schüsse und Explosionen zu hören, als Regierungstruppen die Anwesen der beiden wichtigsten Rivalen von Präsident Ali Abdullah Saleh angriffen. In weiterer Folge kam es zu neuerlichen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern Salehs, bei denen mindestens fünf Menschen getötet wurden. Damit stieg die Zahl der Todesopfer allein in den vergangenen vier Tagen auf mehr als 70.

Während die Jemeniten ihre Toten durch die Straßen tragen, befindet sich Saleh in Saudi-Arabien, wo er sich seit dem Attentat im Juni von seinen Verletzungen erholt. Appelle der Internationalen Gemeinschaft an Saleh, die Macht abzugeben, verhallten bislang ungehört. Aber die Demonstrationen im Jemen gehen weiter: Im Zentrum Sanaas versammelten sich erneut Tausende Menschen und skandierten Parolen wie: “Saleh, wir bringen dich vor Gericht”, oder: “Revolution ist der einzige Weg, um die Unterdrückung zu beenden.”