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Griechenland: Massive Proteste wegen Sparmaßnahmen

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Griechenland: Massive Proteste wegen Sparmaßnahmen

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Züge, Busse, U-und Straßenbahnen – nichts fährt mehr in der griechischen Hauptstadt Athen. Aus Protest gegen die heftigen Sparmaßnahmen haben die Bus- und Bahnfahrer den öffentlichen Nahverkehr lahmgelegt. Die Folge: vollgestopfte Straßen, Staus, die Autos kamen kaum voran, das ganze mehr Blechgletscher denn Blechlawine. Andere liefen oder nahmen das Rad.

Von den Staustehern gab es verständnisvolle Worte zu hören. Ein Autonutzer meint, es sei gerade nicht leicht auf der Straße. Aber wenn es helfe, die Politiker in die Knie zu zwingen, dann gehe das schon in Ordnung. Ein anderer sagt, man werde geduldig sein, ein Stau sei immer noch besser als das, was die Politiker vorhätten.

Und das ist vor allem die weitere Verschärfung des ohnehin heftig angefeindeten Sparpakets. Gestern abend beschloss die Regierung neue Maßnahmen von sechs Milliarden Euro, außerdem sollen 30 000 Staatsbedienstete entlassen werden. Tausende Menschen protestierten gestern vor dem Finanzministerium in Athen gegen die Sparschritte. Weitere Proteste sind schon angekündigt.