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Papst im Bundestag: "Politik muss mehr für den Frieden tun"

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Papst im Bundestag: "Politik muss mehr für den Frieden tun"

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Premiere im Hohen Haus: Zum ersten Mal hat mit Benedikt XVI. ein Papst im deutschen Parlament eine Rede gehalten. Mehrere Abgeordnete, vornehmlich der Linksfraktion, blieben dem Auftritt aus Protest fern. Die, die da waren, spendeten dem Kirchenoberhaupt aber viel Applaus. In seiner Rede lobte der Papst das ökologische Bewusstsein seiner Landsleute, er kritisierte deren Glaubensferne und forderte die Politiker auf, mehr für Frieden und gegen Unrecht zu tun.

Er sagte: “Nimm das Recht weg, was ist dann ein Staat auch anderes als eine große Räuberbande, hat der heilige Augustinus einmal gesagt. Wir Deutsche wissen es aus eigener Erfahrung, dass diese Worte nicht ein leeres Schreckgespenst sind: Wir haben erlebt, dass Macht von Recht getrennt wurde.”

Zuvor hatte das Kirchoberhaupt sich mit der protestantischen Kanzlerin Angela Merkel zum Vieraugengespräch getroffen. Dabei ging es um die Euro- und Finanzkrise. Politik dürfe sich nicht von den Märkten treiben lassen, so der Pontifex. Und neben Gedanken tauschten die beiden dann noch Geschenke aus.