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Afghanistan: Tausende geben Rabbani das letzte Geleit

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Afghanistan: Tausende geben Rabbani das letzte Geleit

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Der ermordete ehemalige afghanische Präsident Burhanuddin Rabbani ist in Kabul feierlich zu Grabe getragen worden. Tausende Menschen waren gekommen, um Rabbani die letzte Ehre zu erweisen, unter ihnen zahlreiche langjährige Freunde des Toten.

Rabbani hatte sich als Vorsitzender des Hohen Friedensrates um eine Aussöhnung mit den radikalislamischen Taliban bemüht. Der ehemalige Außenminister Abdullah Abdullah, Rabbanis Protegé, beschuldigte Präsident Hamid Karsai, durch seine Schwäche Rabbanis Ermordung ermöglicht zu haben. Der 71-jährige war am Dienstag in seinem Haus in Kabul getötet worden. Der Selbstmordattentäter hatte sich als Taliban-Abgesandter ausgegeben. Die Radikalislamisten haben eine Beteiligung an der Tat bislang weder bestätigt noch dementiert.

Zur Beisetzung waren auch ausländische Gesandte erschienen – ein Zeichen für die Hochachtung, die man Rabbani entgegenbrachte. Präsident Karsai will trotz Rabbanis Ermordung am Kurs der Aussöhnung mit den Taliban festhalten. Man werde die Bemühungen für den Frieden im Land fortsetzen, sagte Karsai und fügte hinzu: Gleichzeitig werde man all jene bekämpfen, die sich diesem Ziel entgegenstellten.