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Anti-Gaddafi-Milizen nehmen Wüstenstädte ein

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Anti-Gaddafi-Milizen nehmen Wüstenstädte ein

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NATO-Kampfflugzeuge haben zur Unterstützung von Truppen des libyschen Übergangsrates weitere Einsätze gegen die Stadt Sirte geflogen, eine der letzten Hochburgen des gestürzten Machthabers Muammar Gaddafi. Dabei sind laut Gaddafis früherem Regierungssprecher Moussa Ibrahim am Mittwoch und Donnerstag 150 Menschen getötet worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig bestätigen.

Die Anti-Gaddafi-Truppen versuchen seit Wochen vergeblich, Sirte und Bani Walid einzunehmen. Jetzt haben sie einige Wüstenstädte im Süden Libyens unter ihre Kontrolle gebracht und können damit den verbliebenen Gaddafi-Getreuen den Fluchtweg durch die Sahara nach Niger abschneiden.

Nach der Eroberung der Stadt Sabha, 800 Kilometer südlich von Tripolis, haben die Milizen des Übergangsrats möglicherweise radioaktives Material gefunden. Laut der Internationalen Atomenergiebehörde handelt es sich dabei um Yellowcake, einen Ausgangsstoff für die Herstellung von nuklearen Brennelementen.