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Herkunftsangaben bei Lebensmittel

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Herkunftsangaben bei Lebensmittel

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“Ich bin Melinda aus Hunedoara in Rumänien. Ich möchte gern wissen, ob auf europäischem Niveau vorgesehen ist, Konsumenten besser über die Inhaltsstoffe von Lebensmittel zu informieren, etwa durch Inhaltsangaben auf dem Preisschild.”

Es antwortet Frédéric Vincent, der bei der EU-Kommission für Gesundheit und Verbraucher zuständige Sprecher.

“Die Beschriftung der Preisschilder bestimmter frischer Lebensmittel ist in der Europäischen Union vorgeschrieben. Dabei denke ich besonders an Fleisch, speziell Rindfleisch. Ob man zu seinem Metzger geht oder in den Supermarkt, man weiß, wo das Tier herkam, von dem man ein Stück kauft. Das ist Vorschrift. Kürzlich hat die EU ein neues Regelwerk beschlossen, nach dem in einigen Jahren diese Pflicht zur Kennzeichnung auf andere Fleischsorten ausgedehnt werden soll: auf Schwein oder Huhn. So wie es für Rind existiert.

Es existiert auch für Obst und Gemüse:

Wenn man auf den Markt geht oder in den Supermarkt, weiß man, woher die Ware kommt.

Schwieriger ist es bei verarbeiteten Lebensmitteln, aber daran wird gearbeitet. Da müsste dann bei abgepackte Kekse oder bei Schokolade stehen, woher die Milch kam, woher das Mehl oder der Kakao. Das ist quasi unmöglich.

Das könnte bei geschützten Herkunftsbezeichnungen gehen. Aber für verarbeitete Lebensmittel ist es zu kompliziert.

Trotzdem ist die Beschriftung in der EU weltweit eine der transparentesten. Dafür setzen wir uns ein. Und die Regelungen, die demnächst in Kraft treten werden, werden den europäischen Verbrauchern noch mehr helfen, sich zurecht zu finden.”

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