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In Russland rollt der Rubel - nach unten

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In Russland rollt der Rubel - nach unten

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Die Panikstimmung an den internationalen Börsen hat auch Russland nicht ausgespart. Kapitalflucht und die Erwartung sinkender Ölpreise haben russische Aktien und den Rubel unter Druck gesetzt.

So verlor die Landeswährung seit Anfang September gegenüber Euro und Dollar sieben Prozent an Wert.

Nach deutlichen Verlusten am Vortag rutschte der Rubel auch am Freitag wieder in den Keller.

Umgekehrt legte etwa der Dollar stark zu und knackte eine historische Marke. Die US-Währung verteuerte sich um 20 Kopeken und kostet nun mehr als 32 Rubel. Das ist der höchste Dollarwert seit zwei Jahren.

Normalbürger bekamen dies bereits zu spüren, Reisen in die USA oder in die Eurozone wurden teurer.

Die Zentralbank wählte bislang einen flexiblen Ansatz, um den Rubel zu stützen. Statt aber durch Deviseninterventionen die Währung auf einer bestimmten Bandbreite zu lassen, richtet sich der Kampf eher gegen die Inflation. Dies soll auch verhindern, daß sich der Unmut bei den Bürgern zu groß macht.

Angesichts der sich mehrenden Anzeichen für eine globale Flaute verlieren die Märkte das Vertrauen in Russland. Grund: Unter der letzten Krise litt die russische Wirtschaft deutlich stärker als andere Volkswirtschaften.