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Jemens Präsident Saleh kehrt nach Sanaa zurück

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Jemens Präsident Saleh kehrt nach Sanaa zurück

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Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh ist überraschend in sein Land zurückgekehrt. Anfang Juni war Saleh bei einem Attentat verletzt worden und nach Saudi-Arabien gereist, um sich dort behandeln zu lassen. Seine Rückkehr erfolgte fast klammheimlich: unangekündigt und am frühen Morgen, als die Hauptstadt Sanaa noch schlief.

Wenig später jedoch waren Salehs Gegner wieder auf dem Posten. Viele von ihnen begrüßen seine Rückkehr, denn sie wollen ihn vor Gericht sehen. “Wir freuen uns, dass Saleh wieder hier ist”, meint ein Oppositionsanhänger. “Mit Gottes Hilfe wird ihm in einem Käfig der Prozess gemacht, wie Husni Mubarak und seinen Söhnen.” Ein weiterer Regimekritiker hingegen sieht es anders: “Salehs Rückkehr ist nicht wichtig: Die Revolution, die begonnen hat, als er auf dem Höhepunkt seiner Macht war, wird siegen.”

Nach seiner Ankunft forderte Saleh einen Waffenstillstand zwischen den verfeindeten Gruppen im Jemen. Zuvor war vermutet worden, er werde möglicherweise zurücktreten. Seine Gegner jedenfalls wollen ihre Proteste fortsetzen.