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Papst im Gespräch mit Muslimen und Protestanten

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Papst im Gespräch mit Muslimen und Protestanten

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Der Papst streckt den Muslimen die Hand zum Dialog aus: Beim Treffen mit Vertretern islamischer Verbände sowie der jüdischen Gemeinde am Morgen in Berlin erklärte er, die muslimischen Familien seien seit den 70er Jahren ein Merkmal Deutschlands geworden, und setzte sich für die öffentliche Religionsausübung ein. Katholiken und Muslime müssten mehr miteinander reden, so das Fazit des Treffens.

Noch vor fünf Jahren hatte der Papst sich mit einem Mohammed-kritischen Zitat in seiner Regensburger Rede in die Nesseln gesetzt.

Nach dem Dialog mit Muslimen und Juden stand der Dialog mit den Protestanten auf dem Programm: Im Augustinerkloster in Erfurt hielt Benedikt XVI. einen ökumenischen Gottesdienst ab, in genau dem Kloster, in dem der Reformator Martin Luther gut ein halbes Jahrtausend zuvor als Mönch gewirkt hatte. Bei der Zeremonie war auch die evangelische Kanzlerin zugegen.

Vor dem Gottesdienst hatte der Papst im Augustinerkloster Spitzenvertreter der evangelischen Kirche getroffen – einen Durchbruch zu mehr ökumenischer Zusammenarbeit gab es dabei nicht. Aber schon das Zusammentreffen wurde als bedeutende Geste des Vatikans gewertet.