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Schönheit und Schrecken auf der Kunstbiennale in Lyon

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Schönheit und Schrecken auf der Kunstbiennale in Lyon

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Ist Kunst schön? Oder schrecklich? Oder beides? Diese und andere Fragen stellt sich die Internationale Kunstbiennale im französischen Lyon. “Une terrible beauté est née” heißt die Schau in Anlehnung an ein Gedicht von William Butler Yeats. Zentraler Ausstellungsort ist die ehemalige Zuckerfabrik la Sucrière. Durch schwere Vorhänge kämpft sich der Besucher am Eingang der Ausstellung, eine Installation der Deutschen Ulla von Brandenburg. Gleich dahinter: 55 Särge, stellvertretend für die dramatische Lage auf dem afrikanischen Kontinent, ein Beitrag von Barthélémy Toguo aus Kamerun. Die 11. Ausgabe der Kunstbiennale überrascht und beeindruckt mit theatralischen Inszenierungen. “Eine schreckliche Schönheit ist geboren” lautet der Titel des Yeats-Gedichts auf Deutsch. Die argentinische Kuratorin Victoria Noorthoorn hat rund 70 Künstler aus Europa, Afrika und vor allem Südamerika versammelt. “Schon immer haben Künstler auf die großen Probleme der Gesellschaft aufmerksam gemacht”, so Noothoorn.” Künstler entwerfen Utopien, die unser Verständnis der Welt verändern. Ich habe versucht, hier eine Gruppe von Künstlern zu versammeln, die uns etwas zu sagen hat im Zusammenhang mit unserer Gegenwart und unserer Zukunft.” Zu sehen ist die ganze Gefühlsbandbreite, Schönheit aber auch Schrecken. Die Lyoner Biennale ist eine Kunstschau mit pädagogischem Anspruch, die zeitgenössische Kunst greifbar machen will.

Sie findet bis zum 31. Dezember an vier verschiedenen Standorten statt.