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Türkei dringt auf Anerkennung Palästinas

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Türkei dringt auf Anerkennung Palästinas

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Von der Türkei haben die Palästinenser vollste Unterstützung für ihr Anliegen: Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan brandmarkte am Donnerstag vor der UN-Vollversammlung den Nahostkonflikt als “blutende Wunde”, die die Staatengemeinschaft nicht länger hinnehmen könne, und warf Israel vor, Lösungsversuche zu blockieren. Die anderen UN-Staaten forderte er auf, den palästinensischen Staat anzuerkennen.

Sein Stellvertreter Bülent Arinç blies gegenüber unserer Korrespondentin in Brüssel ins selbe Horn: “Wenn man auf die vergangenen zehn, fünfzehn Jahre blickt, sieht man eine Politik der Kohabitation zweier Nachbarstaaten, die jeweils ihre eigene Grenze haben. Und dies ist der Grund, warum Palästina verdient, als souveräner Staat anerkannt zu werden. Die Türkei wird das gerechte Anliegen der Palästinenser immer unterstützen. Palästina wäre in der Lage, innerhalb seiner Grenzen zu überleben, und die Existenz des Staates Israel anzuerkennen.”

Das Verhältnis der Türkei zu Israel ist äußerst angespannt seit dem Angriff auf die Gaza-Hilfsflotte im vergangenen Jahr, bei dem acht Türken und ein türkischstämmiger Amerikaner starben. Erdoğan forderte vor den Vereinten Nationen eine Entschuldigung und Entschädigungen von Israel.