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Auf den Tag genau vor 10 Jahren: Das Attentat im Parlament von Zug

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Auf den Tag genau vor 10 Jahren: Das Attentat im Parlament von Zug

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Am 27. September 2001 stürmt der Schweizer Friedrich Leibacher das Parlament des Kantons Zug und schießt dort wahllos um sich. 14 Menschen werden bei dem schlimmsten Attentat der Schweizer Kriminalgeschichte getötet, 14 weitere werden schwer verletzt.
Um 10 Uhr 30 war der damals 57jährige Friedrich Leibacher in das Parlamentsgebäude eingedrungen mit den Worten “Denen werde ich es zeigen”. Schon seit Jahren war Leibacher als Querulant aufgefallen, der in zahlreiche Rechtsstreitfälle verwickelt war. Er war lange arbeitslos und lebte dann von einer Invalidenrente. Der Amokläufer hatte sich eine Art Polizeiuniform gebastelt, als er in das Parlamentsgebäude eindrang, trug er mehrere Waffen bei sich – unter anderen ein Sturmgewehr, mit dem Leibacher die meisten seiner Opfer innerhalb weniger Minuten erschoss, bevor er sich selbst umbrachte.
Wenige Wochen nach dem 11. September und den Anschlägen in den USA versetzte diese grausame Tat die Schweiz in einen weiteren Schock. In allen Schweizer Parlamenten wurden daraufhin die Sicherheitsmaßnahmen verschärft.

Auch an einem 27. September: Putsch der Armee in Syrien, der zur Auflösung der Vereinigten Arabischen Republik führt (1961), Taliban erobern die afghanische Hauptstadt Kabul (1996), Google wird von Larry Page und Sergey Brin gegründet (1998), Helmut Kohl verliert die Bundestagswahlen – Gerhard Schröder wird Bundeskanzler (1998), Angela Merkel gewinnt die Bundestagswahlen gegen Herausforderer Frank Walter Steinmeier (2009)

Am 27. September geboren: Arthur Penn (1922-2010), Freddy Quinn (1931), Meat Loaf (1947), Peter Sellars (1957), Maria Schrader (1965), Francesco Totti (1976), Avril Lavigne (1984)