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Gaddafis Getreue in Sirte halten sich hartnäckig

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Gaddafis Getreue in Sirte halten sich hartnäckig

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Die Truppen des libyschen Übergangsrates haben erneut einen Sturm auf die Gaddafi-Hochburg Sirte versucht. Sie kamen allerdings unter heftigen Beschuss – ihren eigenen Angaben zufolge sind Heckenschützen auf Moscheen, öffentlichen Gebäuden und Wohnhäusern postiert.

Laut Reportern vor Ort nahmen die Milizen das Ost-Tor ein und verstärkten ihre Artillerieangriffe auch von Westen und Süden her.

Der schwarze Rauch über der Stadt soll vom einem Munitionslager herrühren, das die NATO nach eigenen Angaben am Freitag traf. Zu ihren Operationen in Sirte an diesem Samstag äußerte sich die Militärallianz zunächst nicht.

Im Kampf um die beiden verbleibenden Gaddafi-Bastionen Sirte und Bani Walid kommen die Truppen des Übergangsrates nur stockend voran.

Derweil erklärte Muammar Gaddafis einzige Tochter Aisha in einer Audiobotschaft im Fernsehsender Al-Rai, dass es ihrem Vater gut gehe und er mit seinen Söhnen zusammen um die Befreiung Libyens kämpfe. Den Getreuen gab sie weitere Durchhalteparolen mit auf den Weg. Aisha Gaddafi war mit anderen Familienmitgliedern im August nach Algerien geflohen.