Eilmeldung

Eilmeldung

Abbas in der Heimat als Held empfangen - wenig Aussicht auf Verhandlungen

Sie lesen gerade:

Abbas in der Heimat als Held empfangen - wenig Aussicht auf Verhandlungen

Schriftgrösse Aa Aa

Nach seiner historischen Rede vor den Vereinten Nationen ist Mahmud Abbas bei seiner Heimkehr als Held gefeiert worden. Tausende empfingen den Palästinenserpräsidenten in Ramallah im Westjordanland.
 
Zum Vorschlag des Nahostquartetts, dass Israel und Palästinenser zügig wieder Verhandlungen aufnehmen, stellte er in Ramallah klar: “Wir betonen ausdrücklich, dass wir unsere Rechte mit friedlichen Mitteln erringen wollen, auf dem Verhandlungsweg – aber nicht durch jedwede Verhandlungen: Wir akzeptieren nur Gespräche, die international legitimiert sind und die auf dem kompletten Stopp des Ausbaus jüdischer Siedlungen basieren.“  
 
Abbas erwies auch seinem Vorgänger Arafat die Ehre. Anders als Arafat, der zuletzt mit der 2. Intifada auf gewaltsamen Widerstand setzte, sieht Abbas die Notwendigkeit einer friedlichen Lösung. Doch beharren die Palästinenser weiter auf dem Siedlungsstopp und auf der Anerkennung der Grenzen von 1967 als Bedingung für Verhandlungen. Dies wird im Vorschlag des Quartetts aber nicht genannt, was Israel zu Pass kommt.
 
Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärte denn auch in einem Fernsehinterview, bereit zu Verhandlungen zu sein, diese hingen nun vom Willen der Palästinenser ab.
 
Und so scheint auch der jüngste Vorstoß des Nahostquartetts zu neuen Verhandlungen von Anfang an blockiert. Palästinenser wie Israelis wollen aber nun über den Vorschlag des Quartetts intern beraten.