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Frankreichs Linke legt zu

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Frankreichs Linke legt zu

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Zum ersten Mal seit Gründung der Fünften Republik im Jahr 1958 haben Frankreichs Linksparteien im Senat die Mehrheit. Bei der Senatswahl am Sonntag konnten sie mehr als 20 Mandate dazugewinnen. Insgesamt 72.000 Wahlmänner hatten am Sonntag die Hälfte der Senatoren neu bestimmt.

Sieben Monate vor der nächsten Präsidentschaftswahl ist die linke Mehrheit im Oberhaus vor allem ein wichtiger symbolischer Sieg. Der Trend zur Opposition sei real und stärker als erwartet, konstatierte der scheidende Senatspräsident Gerard Larcher von der Präsidentenpartei UMP. Die Sozialisten sprachen von einer schallenden “Ohrfeige für Sarkozy”: “Das ist eine schwere Niederlage für Sarkozy. Nach dieser historischen Senatswahl wird es eine historische Präsidentschaftswahl geben”, glaubt der sozialistische Präsidentschaftsbewerber Francois Hollande.

Ob die Chancen für die Wiederwahl von Präsident Sarkozy damit gesunken sind, ist unklar, schließlich werden die Senatoren nicht direkt vom Volk gewählt. Das Alltagsgeschäft wird für Sarkozy nun allerdings schwieriger. Der Senat kann das Inkrafttreten von Gesetzen verzögern, aber nicht verhindern.