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Für Athen tickt die Uhr...

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Für Athen tickt die Uhr...

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Für Griechenland ist die Woche der Wahrheit angebrochen. Vor einer weiteren Milliardenspritzen erhöhten die Europäer den Druck auf Athen. Erst müssen die Kriterien vollständig erfüllt sein, ehe auch nur ein Euro überwiesen wird, hieß es bei der EU-Kommission.

Die Uhr tickt, Athen hat nur noch Geld für wenige Tage. Ohne die nächste Kapitalhilfe von acht Milliarden Euro ist das Land pleite.

Die europäischen Partner und vor allem Deutschland wollten absolut sicher sein, daß Griechenland seine Versprechungen halte, wie am 21. Juli vereinbart, so der Wirtschaftswissenschaftler Vangelis Agapitos.

Umgekehrt müsse Griechenland Gewissheit haben, daß Europa bereit steht, das Land zu unterstützen.

Doch vor einem Auszahlungsbeschluß muß erst der Bericht der Troika aus EU-Kommission, IWF und EZB über die Fortschritte Athens bei der Sanierung vorliegen. Einen Termin gibt es bislang aber nicht.

EZB-Chef Jean-Claude Trichet hat übrigens seine eigenen Sorgen mit Griechenland – und mit Deutschland. Sein deutscher Chefvolkswirt Jürgen Stark war aus Kritik am Ankaufprogramm griechischer Anleihen zurückgetreten. Wie auch der frühere Bundesbank-Chef Axel Weber. Und auch dessen Nachfolger Jens Weidmann stimmte in die Kritik ein…