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Nach Machtprobe: Russlands Finanzminister geht

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Nach Machtprobe: Russlands Finanzminister geht

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Nach heftigem Streit an der russischen Regierungsspitze ist Finanzminister Alexej Kudrin zurückgetreten. Damit zog er die Konsequenz aus einem Ultimatum, dass ihm Präsident Dmitri Medwedew gestellt hatte.

Vorangegangen war Wladimir Putins Ankündigung, sich für das Präsidentenamt zu bewerben und Dmitri Medwedew als neuen Regierungschef vorzuschlagen – einen Ämtertausch also.

Finanzminister Kudrin hatte daraufhin die Haushaltspolitik kritisiert und ausgeschlossen, unter Medwedew als neuen Ministerpräsidenten arbeiten zu wollen. Russische Medien hatten Kudrin selbst als neuen Regierungschef gehandelt.

Nach Einschätzung des politischen Beobachters Nikolai Petrov vom Moskauer Carnegie Zentrum könnte der zuerst ernannte Regierungschef Medwedew etwa ein Jahr im Amt bleiben, um dann den Stuhl für Kudrin freizumachen.

Der russische Präsident nahm unterdessen das Rücktrittsgesuch des einflussreichen Finanzministers an. Kurz zuvor hatte Kudrin seine Kritik vom Wochenende noch relativiert.