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Athen: "Krise wird sein, wenn wir Renten und Löhne gar nicht zahlen können"

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Athen: "Krise wird sein, wenn wir Renten und Löhne gar nicht zahlen können"

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Sie sollen die neue Sonder-Immobiliensteuer, die das Parlament gerade in Arbeit hat, in die leeren griechischen Staatskassen lenken. Und ihr Chef erzählt in seiner soundsovielten Blut-Schweiß-und-Tränen-Rede, das sei ja noch gar nicht die Krise. Sie gelte es zu verhindern. Da legten die Angestellten des Finanzministeriums in Athen die Arbeit nieder – auch Busse, Straßen- und U-Bahnen standen still.
 
 
Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos:
 
“Es ist ein Teufelskreis. Die Ziele, die zu Beginn festgelegt wurden, waren sehr ehrgeizig und kurzfristig. Die gesamtwirtschaftlichen Zielgrößen haben sich nicht bewahrheitet. Wir Griechen müssen noch größere Anstrengungen unternehmen, die Regierung muss sehr viel härtere Maßnahmen anpacken, damit wir unsere Ziele erreichen können.”
 
 
Eine sogenannte geordnete Insolvenz Griechenlands werde es nicht geben. Andererseits solle keiner glauben, die Krise bestehe in der Kürzung von Renten, Gehältern und den anderen Sparmaßnahmen der Regierung.
 
“Krise wird sein,” so der oberste Verwalter der Staatskassen, “wenn wir Renten und Löhne gar nicht zahlen können.”
 
 
Griechenland wartet dringend auf die nächste Kredittranche von EU, IWF und EZB – acht Milliarden Euro.
 

Der Regierung in Athen geht nach Medienberichten langsam das Geld aus. Weil die sechste Hilfstranche möglicherweise nicht rechtzeitig komme, habe Athen bereits viele Zahlungen ausgesetzt.
 
 
 
 
mit Reuters, AP