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Juncker: Nächste Tranche für Griechenland nicht am Montag

Die sechste Griechenland-Kredittranche wird nicht auf der nächsten Sitzung der Eurogruppe am kommenden Montag freigegeben. Das schloss der Vorsitzende des Gremiums, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, aus. Bis dahin werde die Troika aus EU, IWF und EZB ihren Bericht noch nicht vorgelegt haben, sagte Juncker vor dem EU-Parlament in Strassburg.

Anschließend nahm Juncker konkret zur Kritik von US-Präsident Obama am Krisenmanagement der Europäer Stellung. Er akzeptiere die Ratschläge der Amerikaner, allerdings bestehe die Eurozone aus 17 Demokratien mit 17 Regierungen und 17 Parlamenten. Entscheidungen bräuchten daher Zeit – Zeit, die die Finanzmärkte nicht hätten. Diese Märkte rief Juncker auf, die Regeln der Demokratie zu respektieren.

Juncker wandte sich zudem gegen einen Auschluß eines Staates oder mehrerer Länder aus der Eurozone. Dadurch werde die Krise nicht gelöst.

Vielmehr würde ein Ausschluß die Probleme der betroffenen Länder nur verstärken und danach auch die aller anderen Staaten.

Die Demokratie arbeite manchmal zwar langsam – aber dies sei immer noch besser als die Irrationalität der Finanzmärkte, so Juncker.

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