Eilmeldung

Eilmeldung

Sieben Jahre Haft für Timoschenko gefordert

Sie lesen gerade:

Sieben Jahre Haft für Timoschenko gefordert

Schriftgrösse Aa Aa

Begleitet von großem Protest ist in der Ukraine der Prozess gegen die frühere Regierungschefin Julia Timoschenko fortgesetzt worden. Die Staatsanwaltschaft forderte sieben Jahre Gefängnis. Timoschenko ist angeklagt wegen Amtsmissbrauchs.

Die frühere Regierungschefin nennt das Verfahren politisch motiviert, es sei eine Kampagne ihres politischen Gegenspielers, des Präsidenten Viktor Janukowitsch. Auch die internationale Gemeinschaft forderte mehrfach, den Prozess zu beenden und vergößerte zuletzt den Druck auf Kiew.

EU-Parlamentarier Mario David sagte auf einer Ukraine-Konferenz in Jalta, Brüssel hoffe, die Ukraine orientiere sich weiter an den Werten der Orangenen Revolution von 2004. Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und eine stabile Marktwirtschaft müssten am Ende siegen. Wolle die Ukraine diese Werte teilen, sei sie der EU ein willkommener Partner, falls nicht, gehe man eben getrennte Wege, erklärte David.

Staatschef Janukowitsch lehnt jede Einmischung von außen ab. Der Vorwurf gegen die beliebte Politikerin: Timoschenko soll als Regierungschefin einen für die Ukraine nachteiligen Vertrag über Gaslieferungen geschlossen haben. Damit habe sie ihr Amt missbraucht und der Ukraine einen hohen finanziellen Schaden zugefügt.