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Auf den Tag genau vor 70 Jahren: Das vergessene Verbrechen von Babij Jar

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Auf den Tag genau vor 70 Jahren: Das vergessene Verbrechen von Babij Jar

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Am 29. September 1941 und am Tag darauf töten die Soldaten der deutschen Wehrmacht in der Nähe von Kiew in der Ukraine mehr als 30.000 Menschen – das Massaker an den ukrainischen Juden ist einer der größten Massenmorde im Zweiten Weltkrieg. Für die Ukraine ist Babij Jar – die “Großmütterchen-Schlucht” – was Guernica für Spanien oder Oradour-sur-Glane für Frankreich ist, der Inbegriff des Schreckens der Nazi-Herrschaft. Innerhalb von 36 Stunden wurden die Juden von Kiew – vor allem Frauen, Kinder und ältere Männer – mit Lastwagen zur Schlucht Babij Jar gefahren und mit Maschinengewehren erschossen. Der russische Schriftsteller Jewgeni Jewtuschenko hat ein Gedicht zum Massaker von Babij Jar verfasst, das der Komponist Dmitry Schostakowitsch in seiner 13. Symphonie vertont hat.

Auch an einem 29. September: Gründung der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) in Genf (1954); Verkaufsstart der Playstation in Europa (1995)

Am 29. September geboren: Anita Ekberg (1931), Ingrid Noll (1935), Silvio Berlusconi (1936), Lech Walesa (1943), Michelle Bachelet (1951), Per Mertesacker (1984)